Ziviles Peacekeeping im Südsudan und Kenia

Gewaltfreie Alternativen zu militärischem Eingreifen

Donnerstag, 25. Mai   –   11:00 Uhr   –   Alte Pfarrkirche Pankow

Wie funktioniert der Schutz von Zivilbevölkerung in Konfliktregionen?

In Südsudan leidet die Bevölkerung unter bewaffneten Auseinandersetzungen in einem jahrelangen Bürgerkrieg. Brutale Massaker an Menschen, nur weil sie einer anderen Ethnie angehören, und zwei Millionen Menschen, die in Flüchtlingscamps leben, prägen das Bild in vielen Regionen. Nonviolent Peaceforce bietet seit fünf Jahren Schutz und Empowerment in den Gemeinden, wo die Friedensfachkräfte inmitten der Bevölkerung leben. Gemeinsam mit lokalen Partner*innen entwickeln ca. 150 unbewaffnete Peacekeeper*innen wirksame Schutzmaßnahmen, bieten Trainings und begleiten gefährdete Personen wie z.B. Frauen und Kinder.

In Kenia unterstützt Peace Brigades International (PBI) seit 2013 Menschenrechtsverteidiger*innen (MRV) dabei, den Aktionsraum für Zivilgesellschaft aufrecht zu erhalten bzw. zu vergrößern. Neben unbewaffneter physischer Schutzbegleitung für lokale Menschenrechtsverteidiger*innen bietet PBI den Aktivist*innen ‚risk assessments’ (Risikoanalysen) an und baut mit nationaler und internationaler Advocacy globale Schutz- und Unterstützer*innen-Netzwerke für sie auf.
In Kenia arbeitet PBI insbesondere mit Menschenrechtsverteidiger*innen aus den ‚urban settlements’ (Slums) in Nairobi. Deren Menschenrechtsarbeit ist durch Marginalisierung und Kriminalisierung besonderen Schwierigkeiten ausgesetzt. Vor dem Hintergrund der für August 2017 geplanten Wahlen und der Möglichkeit gewaltsamer Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang, kommt der Rolle der Menschenrechtsverteidiger*innen in Kenia und damit auch PBI eine besondere Bedeutung zu.

Es informieren und diskutieren mit den Gästen:

  • Outi Arajärvi (Nonviolent Peaceforce)
  • Pia Ucar (Peace Brigades International)

Veranstalter:
Bund für Soziale Verteidigung

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