PM Berliner Memorandum „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“

Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie auf die Vorstellung des

Berliner Memorandums „Sicherheit neu denken – Wege des Friedens in Europa“

hinweisen und zugleich dazu herzlich einladen. Die Vorstellung findet statt während der „Friedenswerkstatt Pankow“ am Rande des Evangelischen Kirchentages 2017 : Sicherheit neu denken

am Freitag, den 26. Mai 2017, 19.30 Uhr

im Evangelischen Gemeindehaus in Pankow, Breite Straße 38, 13187 Berlin.

Mit einer Resolution beim Kirchentag in Stuttgart (2015) hatte ein ökumenischer Freundeskreis in Berlin ein Memorandum zu den Fragen von Frieden und Sicherheit  in Europa angeregt. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland übertrug daraufhin die Erarbeitung eines solchen Memorandums der Forschungsstätte der  Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg. Das von sechs Autoren erarbeitete Memorandum liegt jetzt vor und wird am 26. Mai erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt von

  • Dr. Ines-Jacqueline Werkner, Forschungsstätte der  Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg und
  • Prof. Dr. Konrad Raiser, früherer Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf.

Erste Bewertungen nehmen vor

  • Karsten D. Voigt, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit und
  • Ludger Volmer, Staatsminister im Auswärtigen Amt a.D..
  • Moderation: Dr. Joachim Braun

Hintergrund:

Als die Evangelischen Kirche in Deutschland im Jahr 1965 mit der heute legendären Ostdenkschrift für die Anerkennung der Oder/Neiße- Grenze und für die Aussöhnung mit Polen warb, herrschte Kalter Krieg in Europa. Die Denkschrift hat trotz innenpolitischer  Kontroversen eine neue Ost-Politik der Bundesrepublik nachhaltig befördert und damit Wege zu einer gesamteuropäischen Friedensordnung vorbereitet.

Hier setzt das Berliner Memorandum an. Die heutige Situation ist mit der vor zweiundfünfzig Jahren nicht vergleichbar, aber die sich zuspitzenden Kontroversen und Krisen zwischen West und Ost, zwischen NATO und Russland, zwischen EU- Erweiterung und Krim- Annexion verlangen geradezu, von neuem nach Wegen der Friedenssicherung zu suchen.

Die zentralen Aussagen des Memorandums lauten:

  • Der konfrontative Umgang mit politischen Unterschieden gefährdet Sicherheit und Frieden in Europa. In Europa müssen politische Unterschiede toleriert und Sicherheit in Europa muss neu gedacht werden. Nicht Sicherheit voreinander, sondern gemeinsame Sicherheit muss das Ziel sein.
  • Eine gemeinsame Friedensordnung in Europa kann nicht gegen und in Abgrenzung von Russland entstehen. Das Sicherheitsbedürfnis aller europäischen Staaten muss  anerkannt werden. Dazu gehört das Sicherheitsbedürfnis Russlands ebenso wie das seiner unmittelbaren Nachbarn.
  • Eine gesamteuropäische Friedensordnung erkennt gesellschaftliche Differenzen an und leugnet sie nicht. Sie baut aber auf ein vernunftorientiertes Miteinander, das auf Freund- Feind- Schemata verzichten kann. Damit könnte auch der entstandenen Entfremdung und Abschottung begegnet werden. Wechselseitige Schuldzuweisungen gilt es zu überwinden.
  • Ein Konzept gemeinsamer Sicherheit erkennt die Autonomie des Anderen an und hofft darauf, das Frieden durch Kooperation und Ausgleich der Interessen erreicht werden.

Soweit zum Hintergrund. Wir würden uns über ihre Teilnahme freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans Misselwitz

Kontakt: kontakt@friedenswerkstatt-pankow.de

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