Schwerter zu Spaten

Bausoldaten als Ermutigung für Zivilcourage heute

Donnerstag, 25. Mai   –   11:00 Uhr   –   Gemeindehaus Alt-Pankow

Der 30 minütigen Dokumentarfilm lässt die Geschichte der Bausoldaten persönlich-biographisch wie gesellschaftlich-historisch lebendig werden und lädt ein, das Thema Gewissensentscheidung damals und heute zu diskutieren.

Am 7. September 1964 ordnete der Nationale Verteidigungsrat der DDR die Einrichtung von Baueinheiten innerhalb der Nationalen Volksarmee (NVA) an. Vor gut 50 Jahren wurden so die ersten Bausoldaten rekrutiert. Dieser Dienst war in der DDR die einzige legale Möglichkeit der Waffendienstverweigerung (und singulär in den Staaten des Warschauer Vertrages). Die Bausoldaten hatten auf ihren Schulterstücken einen Spaten, weshalb sie im Volksmund auch „Spatensoldaten“ oder „Spatis“ genannt wurden. Die Mehrzahl der Bausoldaten sah sich selbst als Mahner für Friedensdienst und demokratische Entwicklung. Der goldene Spaten auf dem Schulterstück war ein deutliches Zeichen, das signalisierte: Keine Gewalt! Ohne ihre geistige Vorarbeit sind die spätere oppositionelle Bürgerbewegung sowie die friedliche Revolution 1989 nicht denkbar.

Am Anschluss an den Film diskutieren Stefan Dorgerloh, einer der Protagonisten und ehemaliger Kultusminister von Sachsen-Anhalt, und Reinhard Fischer, Fachreferent in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, das Thema: wie Zivilcourage unter den aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen in unserem Land, Europa- und weltweit zur Wirkung kommen kann.

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